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Workshop bei der b.i.t.: Diskussionen über „Innovative Bürgerservices“

Ein Workshop zum Thema „Innovative Bürgerservices“ sollte den Abschluss der ersten Phase des von der EU-geförderten Projekts iSAC bilden und die dort gesammelten Erkenntnisse präsentieren.

Das Projekt hat das Ziel, einen elektronischen Antwortservice für Bürger einzurichten. Ähnlich wie bei einer herkömmlichen Suche wird auf einer Website der gesuchte Begriff eingegeben. Anders als bei Google und vergleichbaren Suchmaschinen ist es bei der iSAC-Anwendung möglich, eine Frage so zu stellen, wie man sie einem realen Gesprächspartner stellen würde. Dies ermöglicht es dem iSAC-System, sehr gezielte Antworten auf das Gesuchte zu präsentieren, so dass dem User lange Ergebnislisten wie bei herkömmlichen Suchmaschinen erspart bleiben.

Als weiteren innovativen Service stellte Dr. Stephan Klein von bremen online services den eBürgersafe vor. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten „Online-Safe“ für elektronische Dokumente. Zugang zu den dort gespeicherten Dokumenten wird dem Bürger durch den neuen Personalausweis, dem nPA, ermöglicht.

Ein Erfahrungsbericht über die Einführung von elektronischen Terminals für Bürgerbüros, die ebenfalls die Nutzung des nPA bedingen, schloss den Vortrag ab.

Einen weiteren sehr interessanten Beitrag zu diesem Workshop lieferte Dr. Peter Sonntagbauer von der cellent AG in Wien. Er referierte über das EU-Projekt FUPOL. Dieses Projekt entwickelt ein Anwendungspaket, um den politischen Entscheidern die Möglichkeit zu geben, auf vereinfachtem Wege mit den Bürgern und anderen Beteiligten in einen Dialog treten zu können. Hierzu werden aus Social Media Portalen und Foren automatisch Meinungsbilder ausgelesen, auf die von politischer Seite aus Einfluss genommen werden kann. Desweitern werden diese „Simulationen“ in Form von Schaubildern im Internet veröffentlicht. Somit hat auch der Bürger die Möglichkeit Einblick zu nehmen, welche Auswirkungen bestimmte Entscheidungen auf die Stadt haben können.

Zum Themenbereich Social Media berichtete Frank Schild von der b.i.t. Bremerhaven darüber, wie andere Kommunen die neuen Medien bereits nutzen und welche Planungen für die Zukunft angedacht sind. Die zum heutigen Zeitpunkt auf der externer Link:  www.bremerhaven.de vorhandenen interaktiven Elemente wie die Bewertungs- und Kommentarfunktion wurden vorgestellt, da sie auch eine Möglichkeit bieten, mit dem Bürger in einen direkten Kontakt zu treten.

Die Diskussionen nach jedem Themenbereich waren rege. Viele interessante Beiträge aber auch Kritikpunkte wurden von den Teilnehmern vorgebracht. Über Sinn und Verhältnismäßigkeit der einzelnen vorgestellten Services für Kommunen unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlichen Schwerpunkten wurde besonders ausgiebig gesprochen.

Wir bedanken uns bei allen Anwesenden, ob nun als Gast oder als Redner, für die informativen und spannenden Gespräche.